1999 - 2006

Der erste Stein...

Wie bist du zum Dominobauen gekommen? Diese Frage höre ich immer wieder. Den Dominobauern ist die Antwort sicher schon klar. Aber für diejenigen, die nichts mit den Dominos zu tun haben, wahrscheinlich nicht. Ich bin, wie fast jeder andere Dominoaufbauer, durch den Domino Day zu meinem Hobby gekommen. Ich sah mir also den Domino Day 1999 an (an den ich mich nur noch dunkel erinnern kann) und war sofort von den kleinen Plastiksteinen begeistert. Mir gefiehlen die Formen und Farben, die die Dominos bildeten. Aber wenn ich nicht damals meinen besten Fraund kennen gelernt hätte, hätte ich bis heute keinen einzigen Dominostein gesetzt.

 

Mein Freund bekam also zu Weihnachten seine ersten Dominos von "Domino Express", die er sich gewünscht hatte. Sofort hatte er seine erste Bahn gebaut. Eines Tages, es war Anfang des Jahres 1999, brachte er sie mit. Ich war sofort wieder im Domino-Fieber. Wir fingen sofort an die damals nur 80 Dominos (was nach heutigen Maßstäben lächerlich wenig war) aufzustellen. Unsere ersten Bahnen waren jetzt nicht der Hammer, aber mit jeder neuen aufgestellten Bahn wurden wir besser. Dann kam die Jahrtausendwende. Wir wünschten uns zusammen mehr Dominos, sodass wir am Ende knapp über 1.000 von ihnen hatten und sich unsere "Domino Express-Boxen" bis fast unter die Decke stapelten.

 

Ich plante zu dieser Zeit immer wieder Dominobahnen, die ich zwar theoretisch schon im Kopf gebaut hatte, sie aber nie wirklich realisieren konnte. (Ja der Größenwahnsinn hatte da schon vollkommen zugeschlagen) Ich hatte einfach nicht die Dominos dazu. Bestes Beispiel war mein Dominoprojekt "Crime". Wir hatten uns extra zwei Tage freigemacht, um diese Bahn zu bauen. Wir räumten sogar ein ganzes Zimmer... nur um den Aufwand nochmal klarzustellen... Wir mussten einen ganzen Steintisch, zwei Sessel, eine Couch und einen Teppich von einem Zimmer in das andere Schleppen. Unausweichlich führte diese Aktion dazu, dass wir im besagtem Zimmer überhaupt nicht mehr laufen konnten. Wir fingen also mit großer Vorfreude an, die Dominobahn zu bauen. Als wir zu ungefähr zu 10 % fertig waren, mussten wir aber feststellen, dass wir keine Dominosteine mehr hatten. "Für das Dominobauen muss man zwangsläufig ein bisschen verrückt sein!" Da stimme ich dieser Person vollkommen zu, aber früher war es ein >bisschen< zu viel des Guten. 

 

Die etwas anderen Dominos!

Diese "Domino Express"-Steine waren für den Anfang ja ganz gut, um sich die Fingerfertigkeit anzueigenen, die ich im späteren Verlauf noch gebrauen konnte, aber wir wollten jetzt einen Schritt nach vorn wagen. Weil die "Domino Express"-Steine uns damals nicht mehr ausgereicht hatten, sahen wir uns nach Alternativen um. Und damit begann wieder ein neues Kapitel meiner Dominogeschichte. Wir entdeckten auf Ebay einen Verkäufer, der sage und schreibe 500 Dominos verkaufte. (Damals bin ich aus allen Wolken gefallen. "Wie konnte einer nur so viele Dominos auf einmal verkaufen?!?") Meine Dominos wuchsen sehr schnell zu einem großen Haufen, den ich immer wieder in den nächsten Jahren aufstellte. Es gab mehrere Rekorde... mehr dazu hier.

 

Meine Domino-Begeisterung wuchs mit jeder Bahn um das zehnfache an. Ich wollte damals unbedingt einmal bei einem Domino Day dabei sein, was ich ja eigentlich nicht konnte, weil ich noch nicht Volljährig war. (Heute bin ich Volljährig und kann trotzdem nicht mehr bei einem Domino Day mitmachen, weil es ihn nicht mehr gibt.) Jedesmal, wenn der November vor der Tür stand, freute ich mich auf den Domino Day. Ohne Internet (ja, so eine Zeit gab es auch) musste ich mir sofort alle Programmzeitschriften kaufen, die es gab. Ich wollte alles lesen was mit Dominos zu tun hatte. Wie bei fast jedem Domino Day kam mein Freund zu besuch. Während des gesamten Tages bauten wir eine Dominobahn, die in meinen Augen die erste Bahn war, die sich sehen lassen konnte. Diese Bahn existiert immer noch auf einer alten VHS zusammen mit anderen verrückten Kreationen meinerseits. Vielleicht werde ich diese Videokassette digitalisieren.

 

Nach ein paar Jahren wuchs mein Sortiment um nochmal 3.000 Dominos, sodass ich etwas mehr als 7.000 Steine hatte. Mit ihnen baute ich die ersten "richtigen" Themenprojekte. Im Jahr 2004, wie sollte es auch anders sein, baute ich zum ersten mal eine Bahn rund um den Fluch der Karibik, was zu einem späteren Zeitpunkt auch unser erstes Thema beim TPT wurde. Ich musste zugeben, dass es nicht wirklich dem entsprach, was ich mir vorher ausgemalt hatte. (Der Größenwahnsinn lässt grüßen.) Es konnte sich aber dennoch sehen lassen.

 

Mein Freund und ich bauten immer im Wohnzimmer, das wir immer vollständig blockierten, um noch größere Dominobahnen zu bauen. (Ich danke an dieser Stelle meinen Eltern, die immer sehr geduldig mit meinem Hobby waren und mich immer unterstützt haben.) An meinem Geburtstag bekam ich dann 3.000 Dominos geschenkt, die sich 2006 dann zu meinem 7.000 anderen gesellten. Zwischen 2006 und 2007 hatte sich dann wieder eine neue Tür aufgestoßen, die zum World Wide Web...